Salzbluttest – SBTmini und SBTmacro

Erster Praxistest zur Ermittlung der Salzsensitivität in nur 4 Schritten

Diabetes + Adipositas + Hypertonie
eine ungünstige Konstellation, die sich leider gegenseitig befeuert.
Diese Trias hängt auch von der Höhe des Salzkonsums ab und wirkt sich bei salzsensitiven Menschen (ca. 30 – 40 % der Weltbevölkerung) besonders negativ aus.
Bislang war die Salzsensitivität in der Praxis nicht messbar. Mit einem neuen Test der Universität Münster ist das jetzt einfach möglich.
Wird bei Ihrem Patienten eine hohe Salzsensitivität festgestellt, kann man durch gezielte Reduktion des Salzkonsums die Salzsensitivität
verringern und das Risiko für Herz-Kreislauferkrankungen (Nierenschäden, Herzinfarkt, Thrombosen, Embolien) senken.
Der Erfolg: Niedrigere RR-Werte, bessere Blutzuckerwerte, Gewichtsabnahme
und letztlich geringerer Verbrauch an Medikamenten.

„Zuviel Salz ist ungesund“
Dieses hat noch vor kurzem die WHO (Weltgesundheitsorganisation) deutlich gemacht und gefordert, nicht mehr als 5 g Salz täglich zu
sich zu nehmen. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) ist da etwas moderater und fordert nicht mehr als 6 g täglich aufzunehmen.
Tatsächlich ist der tägliche Salzverbrauch in Deutschland aber deutlich höher. Bei Frauen 8 g und bei Männern sogar 10 g.
Salzsensitivität
Weniger bekannt ist, dass Menschen sehr unterschiedlich auf Salz
reagieren.
Ca. 30 % der Bevölkerung haben eine hohe Salz-
sensitivität. Diese Menschen lagern mehr Salz ein, als die weniger
salzsensitiven Menschen.
Um das eigene Essverhalten besser anzupassen, wäre es
natürlich wünschenswert diese Sensitivität auch zu kennen.
Das ist jetzt mit dem SBT-mini möglich. Der Test kann zu
Hause gut durchgeführt werden – das Ergebnis liegt nach
einer Stunde vor.
Die Folgen
Die Folgen einer hohen Salzbelastung gehen oft mit erhöh- tem Blutdruck einher. Außerdem greift das eingelagerte Salz langfristig die Blutgefäße an. Besonders Herz und Nieren werden dadurch geschädigt. Folgen sind kardiovaskuläre Erkrankungen, die weltweit zu den häufigsten Todes ursachen zählen. Wenn Sie zum Kreis der Salzsensitiven gehören, gibt es aber auch eine gute Nachricht. Sie können das beeinflussen.
Die Einschränkung des täglichen Salzkonsums kann dauer- haft zur Abnahme der Salzsensitivität führen, was einer Schonung Ihrer Blutgefäße gleichkommt. Testen Sie einfach nach 3 Monaten salzreduzierter Ernäh rung nochmal mit dem SBT-mini. Zu diesem Zeitpunkt sollten die ersten Verbesserungen eingetreten sein.
„Das Salz in der Suppe“ - Was tun?
Man denkt bei Salz immer an das Frühstücksei, dass man salzt. Das Problem beim Salzkonsum ist, dass sich das Salz in großer Menge in viele unserer Lebensmittel eingeschli chen hat. Davon ausgenommen sind praktisch alle natürlichen Lebensmittel. Salz ist ein billiges Konservierungsmittel und wird entsprechend gerne von der Industrie benutzt. Das gilt vor allen Dingen für Fertiggerichte und Konserven, aber leider auch für unser tägliches Brot. Schauen Sie darum einfach mal auf die Packung der Lebensmittel und verschaffen sich Informationen, wie viel Salz Sie zu sich nehmen.
Was sind schon 100 Gramm?
Salzhering: Sollte man nur in Minihappen verspeisen;
1 Portion von 100 g enthält bereits 15 g Salz.
Oliven: Mit nur 100 g ist schon fast der gesamte Tagesbe- darf abgedeckt; sie enthalten 5,5 g.
Brötchen: 1 unbelegtes Brötchen enthält rund 1,4 g Salz.
Zu den Produktdetails:
Zum Test gibt es die nötigen wissenschaftlichen Nachweise:
1. Houlihan CA et al: A low-sodium diet potentiates the effects of losartan in type 2 diabetes. Diabetes Care 2002;25:663-671.
2. Slagman MC et al: Moderate dietary sodium restriction added to angiotensin converting enzyme inhibition compared with dual blockade in lowering proteinuria and blood pressure: randomised controlled trial. BMJ 2011;343:d4366.
3. Humalda JK et al: Fibroblast growth factor 23 and the antiproteinuric response to dietary sodium restriction during renin-angiotensin-aldosterone system blockade. Am J Kidney Dis 2015;65:259-266.
4. Oberleithner H et al: Salt Sensitivity Determined From Capillary Blood. Kidney Blood Press Res 2016;41:355-364.